Willkommen bei der BUND Kreisgruppe Oberhausen!

BUND-Kreisgruppe Oberhausen

Willkommen bei der BUND Kreisgruppe Oberhausen!

Gemeinsam etwas für unsere Umwelt und den Naturschutz tun Die Natur kennenlernen und schützen. Freizeit sinnvoll gestalten. Spaß haben. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bietet viele Möglichkeiten. Mehr als 565.000 Mitglieder und Förderer machen den BUND zu einem großen und wirksamen Umwelt- und Naturschutzverband Deutschlands. Auf Bundes- und Landesebene und auch hier in Oberhausen engagieren sich BUND – Mitglieder seit Jahrzehnten für den Erhalt einer lebenswerten Zukunft, für Natur, reine Luft, sauberes Wasser und gesunde Lebensmittel. Der BUND ist als gemeinnützig anerkannt und erhält keine staatlichen Zuschüsse. So können wir unsere Positionen frei und unabhängig vertreten.

Waldbegehung im Sterkrader Wald

Um auf die geplante Naturzerstörung durch den Um- und Ausbau des Autobahnkreuzes A2/A3/A516 aufmerksam zu machen, bietet der BUND Oberhausen weiterhin Waldbegehungen oder Besichtigungen der betroffenen Flächen entlang der Autobahn an, gern auch für Vereine, Kirchengemeinden oder private Gruppen aus dem Oberhausener Norden.

Die nächste öffentliche BUND-Waldbegehung im Sterkrader Wald mit unserem Landesvorsitzenden Holger Sticht findet am Donnerstag, den 24.09.2020 um 17 Uhr statt .

Wir haben dazu die Oberbürgermeisterkandidaten Daniel Schranz und Thorsten Berg eingeladen und wollen mit ihnen darüber sprechen, wie auf die Planungen politisch Einfluss genommen werden kann.

Treffpunkt ist der Parkplatz Hiesfelderstraße.

Anmeldungen bitte per Email an: cornelia_schi@web.de oder Tel. 01756024228

 

Klimastreik unterstützen!

Engagierte Diskussion über kommunalpolitische Forderungen zu Klimaschutz, Naturschutz und Mobilität mit den Kandidaten der Parteien im Haus Ripshorst

Die Oberhausener Naturschutzverbände, Fridays For Future, Parents for Future Oberhausen und das Aktionsbündnis „Oberhausen sattelt um“ haben sich mit Kandidat*innen der Parteien zur Kommunalwahl 2020 zur Diskussion über Forderungen zu Klimaschutz, Naturschutz und klimafreundlicher Mobilität getroffen.

An der Gesprächsrunde, die am 26.08.2020 in Haus Ripshorst stattfand, nahmen Manfred Flore (SPD), Frank Bandel (CDU), Max Baum (FDP), Norbert Axt (Bündnis 90/Die Grünen), Heike Hansen (Linke Liste), Ulrich Lütte (BOB), Albert Karschti (OfB), Claudia Wädlich (Die Violetten) teil und stellten ihre politischen Positionen zu Klimaschutz, Naturschutz und Mobilität dar.

Nach der Begrüßung durch Ortrud Podworni-Michael (NABU) übernahm Jason Michalek (Fridays for Future) die Moderation, der Diskussion, die sich in mehrere Themenbereiche gliederte.

Cornelia Schiemanowski (BUND) gab den Auftakt mit Fragen für den ersten Teil, in dem es um Natur- und Artenschutz in Oberhausen ging. In ihren Antworten gingen alle Politiker auf den Sterkrader Wald ein, der durch den Ausbau des Autobahnkreuzes Oberhausen bedroht ist. Während die Vertreter von BOB und FDP den Ausbau des Autobahnkreuzes für sinnvoll erachteten, kam Kritik von SPD und CDU, jedoch gaben sie der Verhinderung des Ausbaus keine Chance. Die Grünen/Bündnis 90, Linke Liste, OfB und Die Violetten sprachen sich gegen den Ausbau aus. Norbert Axt konnte sich allenfalls einen Ausbau innerhalb des Kreuzes vorstellen, wobei der Sterkrader Wald und Grünstreifen entlang der A3 nicht geschädigt werden dürften. Ortrud Podworni-Michael fragte nach mehr Personal und Finanzen für die Untere Naturschutzbehörde. Bei diesem Thema stellten die Politiker die schlechte Haushaltslage der Stadt dar und versprachen sich für bessere finanzielle Ausstattung einzusetzen. Claudia Wädlich erhoffte sich mehr Geld, wenn das Bedingungslose Grundeinkommen mehr kommunale Ressourcen freigeben würde.

Im zweiten Themenblock „Mobilität“ stellten Sefanie De Saint Genois (Aktionsbündnis „Oberhausen sattelt um“) und Lukas Stemper (NAJU) die Verkehrssituation in Oberhausen dar, die dem Verkehrsmittel Auto Priorität einräumt und für den ÖPNV, für Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen zu wenig tut. Fehlende und schlechte Radwege, keine einzige Fahrradstraße und wenig sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder – was wollen die Parteien für eine bessere Mobilität in Oberhausen tun? Während die CDU mehr auf die andere Gestaltung von Parkmöglichkeiten setzt und dadurch mehr Verkehrsflächen für z B. Radwege schaffen möchte, will sich die SPD für Verbesserungen beim ÖPNV einsetzen. Der Vertreter der FDP sprach sich für mehr car- und bikesharing aus. Alle Parteien wollen sich für Verbesserungen des Radwegenetzes einsetzen. Die Linke Liste will mehr Fahrradboxen, damit Fahrräder sicher abgestellt werden können. Bündnis 90/Die Grünen wollen historische Fehler in der Verkehrsplanung wieder gut machen und setzen sich für eine klimafreundliche Verkehrswende durch den Ausbau des Radwegenetzes und einen attraktiven ÖPNV ein.

Beim Themenblock „Klimaschutz“ fragte Eileen Krauße (Parents for Future) nach konkreten Maßnahmen zum Klimaschutz. Die SPD verwies auf einige Maßnahmen, z.B. Begrünung von Fassaden oder Dachflächen, räumte aber ein, dass eine unterfinanzierte Kommune nur wenig Möglichkeiten habe. Die CDU und BOB fordern mehr Gründächer vor allem auf städtischen Gebäuden. OfB möchte einen Klimabeirat vorschlagen, der über Klimaschutzmaßnahmen berät. Die Linke Liste sieht die Gewerbebetriebe in der Pflicht, mehr für den Klimaschutz zu tun und die FDP fordert ein papierfreies Rathaus. Bündnis 90/Die Grünen werden sich für mehr Solaranlagen auf städtischen Häusern einsetzen.

Beim letzten Themenbereich ging es um die Forderung von Fridays for Future nach Klimaneutralität, die im Jahr 2030 erreicht sein soll. Auf die Frage von Jason Michalek (Fridays for Future) an die Parteienvertreter, ob sie sich die Realisierung dieser Forderung vorstellen können, zeigten sich SPD und FDP optimistisch, während die anderen Parteien eher 2035 als Zeitpunkt für realistisch hielten oder generell skeptisch bis pessimistisch waren. Einigkeit herrschte aber darin, dass es wichtig ist, dieses Ziel so schnell wie möglich zu erreichen. Für die Naturschutzverbände, Fridays for Future und Parents for Future sowie das Aktionsbündnis „Oberhausen sattelt um“ ist die mehrfach geäußerte pessimistische Haltung geradezu Ansporn für die Verstärkung ihres Engagements für das Klima.

Jason Michalek dankte allen Parteienvertreter*innen für ihre engagierte Beteiligung an der

Diskussion. Das Video, das Jonas Stemper während der Veranstaltung aufgezeichnet hat, ist auf

dem Youtube-Kanal von FFF Oberhausen ab dem 04.09.2020 online.

 

Abschließend wurde auf die Volksinitiative Artenvielfalt der Verbände NABU, BUND und LNU

hingewiesen und der nächste Klimastreik von Fridays für Future am 25. September 2020

angekündigt.


 

 

500 Menschen beim Klimastreik am 07.02.2020

Die Proteste von Fridays For Future finden unsere volle Unterstützung. Die zunehmende Erderwärmung muss gestoppt werden, denn sie bedroht das Klima und das Leben auf unserer Erde.

Die CO2-Emmissionen, die unseren Planeten zum Schwitzen bringen, entstehen vor allem durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas. Und deshalb ist der erste Schritt in Richtung Klimaschutz der Kohleausstieg.

Die Einigung auf den Kohle-Kompromiss in Berlin ist nun auch ein Jahr her. Die Umweltverbände sagten damals: Es ist kein großer Fortschritt, aber ein Einstieg in den Ausstieg der Kohle.

Vor zwei Wochen kündigte die Bundesregierung diesen Kompromiss einseitig auf und vertut erneut eine Chance im Kampf gegen den Klimawandel. Die Einigung der GroKo auf ein Kohleaustiegsgesetz ist ein energie- und klimapolitischer Skandal. Die Bundesregierung hat in substanziellen Punkten den Kohle-Kompromiss missachtet. An Stelle von 3 Gigawatt sollen bis 2022 nur 2,8 Gigawatt Braunkohle stillgelegt werden. Es fehlt ein stetiger Abschaltpfad. Zwischen 2022 und 2025 sind keine Stilllegungen geplant, das Gros wird auf die Zeit nach 2030 verschoben.

Die geplante Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerkes Datteln 4, das nur 45 km von Oberhausen entfernt liegt, steht für die klimapolitische Schieflage. Der Gesetzentwurf führt zu deutlich höheren CO2-Emmissionen und erschwert mit einem neuen Kraftwerk eine dringend erforderliche Beschleunigung des Kohleausstieges.

Einmal mehr zeigt sich, dass die Bundesregierung die Tragweite der Klimakrise vermutlich nicht verstanden hat. Der Kohleausstieg muss schneller kommen. Vom Tagebau bedrohte Dörfer müssen gerettet werden und das Großkraftwerk Datteln 4 darf auf keinen Fall ans Netz gehen. 

Zur Erreichung der Klimaziele gehört auch, dass wir endlich eine Verkehrswende bekommen. Die Mobilität muss umweltverträglich werden. Wir müssen weg von der autogerechten Stadt hin zu nachhaltigen Verkehrsmitteln, raus aus dem Stau und rein ins Vergnügen – ohne CO2, Stickoxide und Feinstaub.

Warum ist es nicht möglich, Fahrrad fahren und Bus fahren so angenehm zu machen, dass es zu einer wirklichen Alternative für alle wird? Warum gibt es bei uns in Oberhausen in manchen Straßen immer noch so schlechte und gefährliche Radwege?

Klimafreundliche und nachhaltige Mobilität? Was tun unsere Politiker im Rathaus dafür?

Was tun sie dafür, dass der Baumbestand in Oberhausen erhalten bleibt? Vor einiger Zeit gab es die CDU-Forderung nach 1000 neuen Bäumen. Was ist daraus geworden?

Wir brauchen mehr Bäume als CO2-Speicher um den Klimawandel erträglicher zu machen.

Aber leider ist es genau andersherum: die Stadt lässt viele Bäume fällen und ersetzt die Verluste nur teilweise.

Die Baumkommissionen, die über Baumfällungen entscheiden sollen, bestehen aus Vertretern der Parteien und sie haben gerade in dieser Woche in der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen abgelehnt, dass die Naturschutzverbände an ihren Beratungen teilnehmen dürfen. Denn es werden oft auch Bäume gefällt, die ganz gesund sind – wenn sie z.B. einer Bebauung oder einer Straße im Weg stehen. Dann ist es eine politische Entscheidung, ob man z. B. für eine neue Straße oder den klimaschützenden Baum ist. Die Naturschutzverbände sind parteipolitisch unabhängig, aber wir sind unbedingt für den Klimaschutz! Und das heißt für uns auch für den Schutz und Erhalt der Bäume.

Gerade in den heutigen Zeiten brauchen wir mehr Bürgerbeteiligung!

Wir brauchen grundsätzliche Veränderungen unserer Haltungen, Verantwortung und eine andere zukunftsorientierte Politik!

Im September 2020 haben wir Kommunalwahlen und bis dahin sollten wir die Kandidaten der Parteien mit unseren Forderungen konfrontieren!

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