Willkommen bei der BUND Kreisgruppe Oberhausen!

BUND-Kreisgruppe Oberhausen

Willkommen bei der BUND Kreisgruppe Oberhausen!

Gemeinsam etwas für unsere Umwelt und den Naturschutz tun Die Natur kennenlernen und schützen. Freizeit sinnvoll gestalten. Spaß haben. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bietet viele Möglichkeiten. Mehr als 565.000 Mitglieder und Förderer machen den BUND zu einem großen und wirksamen Umwelt- und Naturschutzverband Deutschlands. Auf Bundes- und Landesebene und auch hier in Oberhausen engagieren sich BUND – Mitglieder seit Jahrzehnten für den Erhalt einer lebenswerten Zukunft, für Natur, reine Luft, sauberes Wasser und gesunde Lebensmittel. Der BUND ist als gemeinnützig anerkannt und erhält keine staatlichen Zuschüsse. So können wir unsere Positionen frei und unabhängig vertreten.

Onlinevortrag zum Bundesverkehrswegeplan am 10. Februar 2022, 19 Uhr

„BUND-Rechtsgutachten: Bundesverkehrswegeplan ist verfassungswidrig – neue Bundesregierung muss Fernstraßenbau sofort stoppen“ wurde im Oktober 2021 in den Medien bekannt. Das Gutachten der Kanzlei Baumann Rechtsanwälte PartGmbB zeigt, dass sowohl der Fernstraßenbedarfsplan (Anlage zum Fernstraßenausbaugesetz vom 23.12.2016) als auch der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 die EU-rechtlichen Vorgaben zur Strategischen Umweltprüfung nicht erfüllen. Darüber hinaus beachten die Pläne die Belange des Klimaschutzes nicht entsprechend des Klimabeschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 23.04.2021 und sind deshalb unions- und verfassungsrechtswidrig. 

Die Ergebnisse des Rechtsgutachtens würden sich auch auf den geplanten Ausbau des Autobahnkreuzes Oberhausen, der im jetzigen Bundesverkehrswegeplan als vordringlich eingestuft wird, auswirken.

Das Bündnis für den Erhalt des Sterkrader Waldes freut sich darüber, die Verfasserin des Rechtsgutachtens, Frau Dr. Franziska Heß, für einen Onlinevortrag gewinnen zu können. Dieser findet am Donnerstag, 10. Februar 2022, um 19 Uhr bei der Onlineplattform ZOOM statt. Der Corona-Pandemie lässt dieses Veranstaltungsformat sinnvoll erscheinen. Darüber hinaus ist damit die Möglichkeit zur überregionalen Beteiligung gegeben. So ist die Bürgerinitiative „3reicht“, die sich gegen die Verbreiterung der A 3 bei Hilden, Langenberg und Mettmann wehrt, dabei - und es werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer der bundesweiten Mobilitäts- und Klimabewegung erwartet.

In dem Vortrag mit dem Titel „Beschluss des BVerfG vom 24.03.2021 (1 BvR 2656/18 u.a.) – Auswirkungen im Umwelt- und Planungsrecht unter besonderer Berücksichtigung Straßenbauvorhaben“ berichtet die Referentin über die Straßenplanung in Zeiten des Klimawandels. Anschließend sind Fragen und Diskussionsbeiträge erwünscht.

Interessierte können sich ab sofort per Mail unter info(at)sterkrader-wald.net oder telefonisch unter 01756024228 anmelden – gern können hier auch Fragen zur Veranstaltung beantwortet werden. Der Link zur Onlineplattform ZOOM wird nach erfolgreicher Anmeldung kurzfristig zugesendet.

 

FFF NRW plant Zentralen Klimastreik am 11.02.2022 in Sterkrade

Am 11. Februar 2022, steht der Sterkrader Wald im Fokus: Fridays for Future NRW hat an diesem Tag ab 16 Uhr zum landesweiten Zentralstreik auf dem Kleinen Markt in Sterkrade eingeladen.

Neuer Pestizidatlas 2022 zeigt: Bundesregierung muss Pestizidwende einleiten

In Nahrungsmitteln, in der Luft, im Boden – überall lassen sich Spuren von Pestiziden nachweisen. Dass sie sich negativ auf die menschliche Gesundheit auswirken, ist keineswegs neu. Seit Jahren ist bekannt, dass sie massiv Insekten und Pflanzen schädigen und Gewässer kontaminieren.

Trotz vieler Verschärfungen in den Zulassungsverfahren für Pestizide werden weltweit so große Mengen Pestizide ausgebracht wie nie zuvor. Die Zahl der unter Pestizidvergiftungen leidenden Menschen ist auf über 300 Millionen gestiegen und der Pestizideinsatz als ein Hauptverursacher des Artenrückgangs anerkannt. Doch es planen nur wenige Länder, die Nutzung von Pestiziden in der Landwirtschaft zu reduzieren.

Der Markt für Pestizide ist lukrativ. Kein Wunder also, dass Deutschland einer der größten Pestizidexporteure der Welt ist. Selbst in der EU verbotene Pestizide werden exportiert.

Der Pestizidatlas 2022 beschreibt die vielfältigen Gefahren des Pestizideinsatzes für Mensch und Umwelt, analysiert die Geschäfte der Agrarchemiekonzerne und nennt Alternativen zum Einsatz von Pestiziden.

Hier kann man den neuen Pestizidatlas downloaden: https://www.bund.net/service/publikationen/detail/publication/pestizidatlas-2022/

Ökotipp im Winter: Energiesparen beim Heizen

(ri / pixabay.com) 

In weiten Teilen Deutschlands ist es kalt und drinnen läuft die Heizung. Denn niemand möchte bei diesen Temperaturen zuhause frieren. In diesem Jahr kommt während der Heizperiode hinzu, dass wegen Corona regelmäßiges Lüften unerlässlich ist. Das extra Heizen strapaziert natürlich die Haushaltskasse. Und Heizen ist nicht nur teuer, es verbraucht im Haushalt mit Abstand am meisten Energie und verursacht die größten Mengen an klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2).

Mit dem richtigen Heizverhalten können Sie Geldbeutel und Klima jedoch erheblich schonen. So spart beispielsweise die Senkung der Raumtemperatur um nur ein Grad Celsius im Durchschnitt sechs Prozent Energie. Deswegen sollten die Räume nicht zu stark aufgeheizt werden. Als Richtwert im Wohnraum gelten 20 Grad Celsius. In der Küche sind 18 und im Schlafzimmer 17 Grad Celsius ausreichend. Das Badezimmer darf mit 22 Grad Celsius etwas wärmer sein, gerade nach dem Duschen oder Baden sollte aber unbedingt stoßgelüftet werden, damit die feuchtwarme Luft nicht im Raum bleibt.

Nachts oder auch tagsüber, wenn niemand zuhause ist, kann die Temperatur in den Räumen um drei bis fünf Grad gesenkt werden. Die Heizkörper voll aufzudrehen ist nicht nötig, da das Ventil dann eine sehr hohe Zieltemperatur ansteuert. Dabei wird die gewünschte Raumtemperatur schnell überschritten und unnötig viel Energie vergeudet.

Stoßlüften statt Kippfenster für Sauerstoff

Stoßlüften ist für gute Luft unerlässlich – das galt schon vor Corona. Auch unabhängig von den jetzt empfohlenen Maßnahmen ist während der Heizperiode regelmäßiges Lüften notwendig, um die Feuchtigkeit in Wohnräumen zu verringern und frischen Sauerstoff in die Wohnung zu bringen.

Richtiges Heizen und Lüften ist also notwendig, um eine gute Luftqualität zu gewährleisten, sonst kann sich in der Wohnung schnell Schimmel bilden. Mehrmals täglich die Fenster ganz zu öffnen und fünf Minuten kräftig durchzulüften, sorgt für ein gutes Raumklima. Dauerhaft gekippte Fenster sind nicht notwendig und erhöhen den Energieverbrauch unnötig.

Außerdem sollten Sie darauf achten, dass Heizkörper nicht durch Möbel und Vorhänge zugestellt oder verdeckt sind, da die erwärmte Luft sich sonst nicht im Raum verteilen kann. Zusätzlich können nachts die Wärmeverluste durch das Fenster durch Schließen der Rollläden um etwa 20 Prozent verringert werden. Geschlossene Vorhänge verstärken diesen Effekt zusätzlich.

Mehr Informationen

 

Waldspaziergang mit dem Landesvorsitzenden des BUND NRW im Sterkrader Wald

Die Oberhausener Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) freute sich über den Besuch des Landesvorsitzenden des BUND NRW Holger Sticht und seine Teilnahme an einem Spaziergang durch den Sterkrader Wald. Dabei wurden die vorliegenden Planungen zum Ausbau des Autobahnkreuzes erläutert und der gravierende Eingriff vor Ort verdeutlicht.

Mit einer Gesamtfläche von 204 ha ist der Sterkrader Wald der zweitgrößte Wald Oberhausens und besitzt eine hohe Bedeutung für die Region. Der Wald dient als Lebensraum für zahlreiche zum Teil gefährdete Tier- und Pflanzengemeinschaften. 11 ha dieses Waldes sollen gerodet werden – das bedeutet die Fällung von  5000 Bäumen, darunter viele ökologisch wertvolle alte Buchen!

Holger Sticht war beeindruckt von dem alten Baumbestand im Sterkrader Wald und sagte: „ Die ökologischen Wirkungen des bestehenden Ökosystems sind auf dem Hintergrund des Klimawandels und des Artenschwunds enorm und nicht einfach ersetzbar.“

Cornelia Schiemanowski vom BUND Oberhausen wies darauf hin, dass bei den bisherigen Planungen differenzierte und aktualisierte Bedarfsanalysen fehlen. Darüber hinaus müssten Alternativen zum Ausbau der Autobahn, wie z.B. Nutzung der Standspuren bei hoher Verkehrsdichte, dargestellt werden. Unberücksichtigt bleiben auch andere verkehrswirksame Maßnahmen, wie z.B. elektronische Verkehrslenkungssysteme.

Dazu sagte Holger Sticht: „Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert ein Umdenken in der Verkehrspolitik. Eine Politik, die sich auf Klimaschutz und Verkehrswende beruft, darf keine Wälder roden lassen. Das ist Verkehrspolitik von gestern. Die Bundesregierung muss endlich umdenken und ihre gesamte Verkehrsplanung an Klima- und Umweltschutz ausrichten.“ Es sei aber auch jeder gefordert, sein Mobilitätsverhalten zu hinterfragen und zu Klima- und Naturschutz beizutragen.

Zu einer möglichen Verbandsklage gegen den geplanten Ausbau des Autobahnkreuzes Oberhausen, erläuterte Holger Sticht die Kriterien des Landesverbandes, die vom Landesverband zugrunde gelegt würden. Maßgeblich sei es, zunächst den Planfeststellungsbeschluss abzuwarten - wobei die Zeit bis dahin für vielfältige politische Formen der Einflussnahme genutzt werden sollte.

Abschließend machte Holger Sticht auf die Volksinitiative Artenvielfalt aufmerksam, die landesweit das Ziel verfolgt, stärker auf Belange von Natur- und Artenschutz aufmerksam zu machen.

Cornelia Schiemanowski dankte Holger Sticht für seinen Besuch sowie den gemeinsamen Spaziergang durch den Sterkrader Wald und ergänzte „Wir werden uns weiter für den Erhalt des Sterkrader Waldes und gegen die aktuell vorliegenden Planungen zum Ausbau des Autobahnkreuzes einsetzen und freuen uns über die Unterstützung des BUND-Landesverbandes.“

500 Menschen beim Klimastreik am 07.02.2020

Die Proteste von Fridays For Future finden unsere volle Unterstützung. Die zunehmende Erderwärmung muss gestoppt werden, denn sie bedroht das Klima und das Leben auf unserer Erde.

Die CO2-Emmissionen, die unseren Planeten zum Schwitzen bringen, entstehen vor allem durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas. Und deshalb ist der erste Schritt in Richtung Klimaschutz der Kohleausstieg.

Die Einigung auf den Kohle-Kompromiss in Berlin ist nun auch ein Jahr her. Die Umweltverbände sagten damals: Es ist kein großer Fortschritt, aber ein Einstieg in den Ausstieg der Kohle.

Vor zwei Wochen kündigte die Bundesregierung diesen Kompromiss einseitig auf und vertut erneut eine Chance im Kampf gegen den Klimawandel. Die Einigung der GroKo auf ein Kohleaustiegsgesetz ist ein energie- und klimapolitischer Skandal. Die Bundesregierung hat in substanziellen Punkten den Kohle-Kompromiss missachtet. An Stelle von 3 Gigawatt sollen bis 2022 nur 2,8 Gigawatt Braunkohle stillgelegt werden. Es fehlt ein stetiger Abschaltpfad. Zwischen 2022 und 2025 sind keine Stilllegungen geplant, das Gros wird auf die Zeit nach 2030 verschoben.

Die geplante Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerkes Datteln 4, das nur 45 km von Oberhausen entfernt liegt, steht für die klimapolitische Schieflage. Der Gesetzentwurf führt zu deutlich höheren CO2-Emmissionen und erschwert mit einem neuen Kraftwerk eine dringend erforderliche Beschleunigung des Kohleausstieges.

Einmal mehr zeigt sich, dass die Bundesregierung die Tragweite der Klimakrise vermutlich nicht verstanden hat. Der Kohleausstieg muss schneller kommen. Vom Tagebau bedrohte Dörfer müssen gerettet werden und das Großkraftwerk Datteln 4 darf auf keinen Fall ans Netz gehen. 

Zur Erreichung der Klimaziele gehört auch, dass wir endlich eine Verkehrswende bekommen. Die Mobilität muss umweltverträglich werden. Wir müssen weg von der autogerechten Stadt hin zu nachhaltigen Verkehrsmitteln, raus aus dem Stau und rein ins Vergnügen – ohne CO2, Stickoxide und Feinstaub.

Warum ist es nicht möglich, Fahrrad fahren und Bus fahren so angenehm zu machen, dass es zu einer wirklichen Alternative für alle wird? Warum gibt es bei uns in Oberhausen in manchen Straßen immer noch so schlechte und gefährliche Radwege?

Klimafreundliche und nachhaltige Mobilität? Was tun unsere Politiker im Rathaus dafür?

Was tun sie dafür, dass der Baumbestand in Oberhausen erhalten bleibt? Vor einiger Zeit gab es die CDU-Forderung nach 1000 neuen Bäumen. Was ist daraus geworden?

Wir brauchen mehr Bäume als CO2-Speicher um den Klimawandel erträglicher zu machen.

Aber leider ist es genau andersherum: die Stadt lässt viele Bäume fällen und ersetzt die Verluste nur teilweise.

Die Baumkommissionen, die über Baumfällungen entscheiden sollen, bestehen aus Vertretern der Parteien und sie haben gerade in dieser Woche in der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen abgelehnt, dass die Naturschutzverbände an ihren Beratungen teilnehmen dürfen. Denn es werden oft auch Bäume gefällt, die ganz gesund sind – wenn sie z.B. einer Bebauung oder einer Straße im Weg stehen. Dann ist es eine politische Entscheidung, ob man z. B. für eine neue Straße oder den klimaschützenden Baum ist. Die Naturschutzverbände sind parteipolitisch unabhängig, aber wir sind unbedingt für den Klimaschutz! Und das heißt für uns auch für den Schutz und Erhalt der Bäume.

Gerade in den heutigen Zeiten brauchen wir mehr Bürgerbeteiligung!

Wir brauchen grundsätzliche Veränderungen unserer Haltungen, Verantwortung und eine andere zukunftsorientierte Politik!

Im September 2020 haben wir Kommunalwahlen und bis dahin sollten wir die Kandidaten der Parteien mit unseren Forderungen konfrontieren!

Meldungen

Haben Sie Interesse an unserer Arbeit? Gibt es Fragen?  Dann wenden Sie sich bitte an die Sprecherin der Kreisgruppe: Cornelia Schiemanowski, per Email: cornelia_schi@web.de oder per Tel.: 01756024228