Willkommen bei der BUND Kreisgruppe Oberhausen!

BUND-Kreisgruppe Oberhausen
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Willkommen bei der BUND Kreisgruppe Oberhausen!

Gemeinsam etwas für unsere Umwelt und den Naturschutz tun Die Natur kennenlernen und schützen. Freizeit sinnvoll gestalten. Spaß haben. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bietet viele Möglichkeiten. Mehr als 565.000 Mitglieder und Förderer machen den BUND zu einem großen und wirksamen Umwelt- und Naturschutzverband Deutschlands. Auf Bundes- und Landesebene und auch hier in Oberhausen engagieren sich BUND – Mitglieder seit Jahrzehnten für den Erhalt einer lebenswerten Zukunft, für Natur, reine Luft, sauberes Wasser und gesunde Lebensmittel. Der BUND ist als gemeinnützig anerkannt und erhält keine staatlichen Zuschüsse. So können wir unsere Positionen frei und unabhängig vertreten.

Keine Atommüll-Transporte über Autobahnen!

Castor-Transporte sollen über das Oberhausener Autobahnkreuz rollen und sie bringen Gefahren für ein wichtiges Naturschutzgebiet, für dessen Erhalt wir seit 10 Jahren kämpfen: den Sterkrader Wald. 

Die Ausbaupläne für das AK Oberhausen liegen zwar derzeit auf Eis, weil die Bundesregierung die Gelder dafür nicht hat. Aber sie können jederzeit wieder reaktiviert werden. Deshalb bleiben wir bei der Forderung: Erhalt des Sterkrader Waldes! Sterki bleibt! 

Nun bedrohen Castor-Transporte den Sterkrader Wald. 

Konkret geht es um 152 Castor-Behälter mit rund 300.000 hochradioaktiven Brennelemente-Kugeln aus dem ehemaligen Forschungsreaktor in Jülich. Diese sollen über mehrere Jahre verteilt mit mehr als 50 LKW-Transporten quer durch Nordrhein-Westfalen ins Zwischenlager nach Ahaus gebracht werden. 

Angesichts der möglichen Risiken des Transports von radioaktiven Brennelementen durch halb Nordrhein-Westfalen halten wir es für unabdingbar, dass die Rechtmäßigkeit der Transportgenehmigung vollständig geprüft wird. Darauf haben wir einen Anspruch. 

Castor-Transporte erfordern großen Aufwand um Strecken zu sichern, was durch die Verkehrsinfrastruktur erschwert wird. Gerade die Baustellensituation auf der A2 stellt hier ein großes Problem dar. Deshalb lehnen wir die Castor-Tansporte als zu hohes Sicherheitsrisiko ab.

Bei schweren Unfällen können Castor-Behälter beschädigt werden, was eine radioaktive Kontamination der Umgebung zur Folge haben könnte. Wir wollen kein radioaktiv verstrahltes Sperrgebiet im Sterkrader Wald! 

Der Sterkrader Wald umgibt das Autobahnkreuz Oberhausen, das die Städte Duisburg, Oberhausen, Dinslaken und Bottrop miteinander verbindet. In diesem dicht besiedelten Teil des Ruhrgebiets wäre die Havarie eines Castor-Transports katastrophal – für Mensch und Natur! 

Deshalb darf es keine Transportgenehmigung geben. 

Der Atommüll muss solange an den jetzigen Standorten bleiben, bis ein Endlager gefunden ist. 

Hochriskanter Atommüll gehört nicht auf die Autobahn! 

Am 07.03.2026 beginnt um 11.30 Uhr in Ahaus eine Demonstration gegen die Castor-Transporte. Mehr Informationen hier: 

 bi-ahaus.de/index.php/anti-castor-demos

 

Tag des Baumes 2025: Jeder Baum zählt im Klimawandel!

Anlässlich des „Tag des Baumes“ am 25. April fordert der BUND Oberhausen dazu auf, mehr für den Schutz und Erhalt unserer Bäume zu tun. Bäume sind ökologisch sehr wertvoll und prägend für unsere Stadt. Besonders vor dem Hintergrund des Klimawandels und des Artenverlustes sollten sie viel mehr Beachtung finden.

Der BUND empfiehlt allen Gartenbesitzer:innen einheimische Baumarten zu pflanzen und bittet alle Baumbesitzer:innen, alte Bäume möglichst bis zu deren natürlichen Ende im Garten zu belassen. Selbst Totholz kann ästhetisch im Garten integriert werden und damit Spechten und anderen Höhlenbrütern weiterhin als wertvoller Lebensraum zur Verfügung stehen. 

„Jeder Baum, der stehen gelassen werden kann oder neu gepflanzt wird, zählt – gerade jetzt im Klimawandel, denn Bäume sind perfekte natürliche Klimaanlagen.” sagt Cornelia Schiemanowski, Sprecherin des BUND Oberhausen, und sie ergänzt:„Das gilt für die Straßenbäume unserer Stadt, wie z.B. die ca. 150 Jahre alte Buche an der Kewerstraße ebenso wie für die ca. 5000 Bäume im Sterkrader Wald, die von Rodung bedroht sind. Deshalb setzen wir uns für den Erhalt der alten Buche in Alstaden ein und hoffen, dass die Stadt Oberhausen die Alternativplanung unseres Gutachters berücksichtigt. Auf der 16 ha großen Fläche der Zeche Sterkrade soll ein neues Wohngebiet entstehen – auch hier sollen viele Bäume gerodet werden, die für das Stadtklima wichtig sind. Dagegen wehren wir uns. Und wir fordern den Erhalt des Sterkrader Waldes, denn die Rodung von 5000 Bäumen für den geplanten Ausbau des Autobahnkreuzes Oberhausen ist gerade jetzt in der Klimakrise eine nicht hinnehmbare Naturzerstörung mit erheblichen Folgen für das Stadtklima und die Artenvielfalt.”

Bäume bieten wertvolle Lebensräume für Vögel, Insekten, Pilze und Flechten, sie sind wichtig für den Artenschutz, den Wasserhaushalt, den Boden und für die Gesundheit der Menschen. Bäume stellen ein unersetzbares Refugium für seltene und gefährdete Tier-, Pflanzen- und Pilzarten dar. Sie sind gut für die Gesundheit und für die Seele der Menschen. Alte Bäume können Geschichten aus vergangenen Zeiten erzählen. Viele unserer alten Platanen tragen z.B. bis heute Granatsplitter des 2. Weltkrieges in ihrem Holz. Sie sind zudem wertvolle Schattenspender und Temperaturregulierer in Zeiten des Klimawandels. An heißen Tagen freuen wir uns, wenn wir Schatten unter einem kühlenden Baum finden, denn die Blätter der Baumkrone senken die Temperatur der Umgebung.

Waldflächen und alte Baumbestände können die Lebensqualität der Stadtbewohner erheblich aufwerten. Sie zu schützen und zu erhalten bedeutet aber auch regelmäßige Baumpflege und Bewässerung in den heißen Sommermonaten. Hier ist die Stadt gefordert; aber auch Bürger:innen können mit der Übernahme von Patenschaften und Bewässerung der Baumscheiben dazu beitragen, dass unsere Bäume Hitze und Dürre besser überstehen können. Ansprechpartnerin des BUND Oberhausen für Informationen und Beratung dazu ist Cornelia Schiemanowski, E-Mail: cornelia_schi(at)bund.net.

Waldspaziergang mit dem Landesvorsitzenden des BUND NRW im Sterkrader Wald

Die Oberhausener Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) freute sich über den Besuch des Landesvorsitzenden des BUND NRW Holger Sticht und seine Teilnahme an einem Spaziergang durch den Sterkrader Wald. Dabei wurden die vorliegenden Planungen zum Ausbau des Autobahnkreuzes erläutert und der gravierende Eingriff vor Ort verdeutlicht.

Mit einer Gesamtfläche von 204 ha ist der Sterkrader Wald der zweitgrößte Wald Oberhausens und besitzt eine hohe Bedeutung für die Region. Der Wald dient als Lebensraum für zahlreiche zum Teil gefährdete Tier- und Pflanzengemeinschaften. 11 ha dieses Waldes sollen gerodet werden – das bedeutet die Fällung von  5000 Bäumen, darunter viele ökologisch wertvolle alte Buchen!

Holger Sticht war beeindruckt von dem alten Baumbestand im Sterkrader Wald und sagte: „ Die ökologischen Wirkungen des bestehenden Ökosystems sind auf dem Hintergrund des Klimawandels und des Artenschwunds enorm und nicht einfach ersetzbar.“

Cornelia Schiemanowski vom BUND Oberhausen wies darauf hin, dass bei den bisherigen Planungen differenzierte und aktualisierte Bedarfsanalysen fehlen. Darüber hinaus müssten Alternativen zum Ausbau der Autobahn, wie z.B. Nutzung der Standspuren bei hoher Verkehrsdichte, dargestellt werden. Unberücksichtigt bleiben auch andere verkehrswirksame Maßnahmen, wie z.B. elektronische Verkehrslenkungssysteme.

Dazu sagte Holger Sticht: „Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert ein Umdenken in der Verkehrspolitik. Eine Politik, die sich auf Klimaschutz und Verkehrswende beruft, darf keine Wälder roden lassen. Das ist Verkehrspolitik von gestern. Die Bundesregierung muss endlich umdenken und ihre gesamte Verkehrsplanung an Klima- und Umweltschutz ausrichten.“ Es sei aber auch jeder gefordert, sein Mobilitätsverhalten zu hinterfragen und zu Klima- und Naturschutz beizutragen.

Zu einer möglichen Verbandsklage gegen den geplanten Ausbau des Autobahnkreuzes Oberhausen, erläuterte Holger Sticht die Kriterien des Landesverbandes, die vom Landesverband zugrunde gelegt würden. Maßgeblich sei es, zunächst den Planfeststellungsbeschluss abzuwarten - wobei die Zeit bis dahin für vielfältige politische Formen der Einflussnahme genutzt werden sollte.

Abschließend machte Holger Sticht auf die Volksinitiative Artenvielfalt aufmerksam, die landesweit das Ziel verfolgt, stärker auf Belange von Natur- und Artenschutz aufmerksam zu machen.

Cornelia Schiemanowski dankte Holger Sticht für seinen Besuch sowie den gemeinsamen Spaziergang durch den Sterkrader Wald und ergänzte „Wir werden uns weiter für den Erhalt des Sterkrader Waldes und gegen die aktuell vorliegenden Planungen zum Ausbau des Autobahnkreuzes einsetzen und freuen uns über die Unterstützung des BUND-Landesverbandes.“

Termine im März 2026

05.03.2026, 12 – 15 Uhr  Kippensammelaktion in Sterkrade, Großer Markt

07.03.2026, 11.30 Uhr Demo in Ahaus gegen Castor-Transporte

07.03.2026, 11 Uhr Clean up in Buschhausen, Grenze Duisburg

10.03.2026, 18.30 Uhr, Bündnis Sterkrader Wald, Gemeindezentrum Schmachtendorf

17.03.2025, 19 Uhr Vernetzungstreffen (NUVO), Gemeindezentrum Schmachtendorf

19.03.2025, 15 Uhr Naturschutzbeiratssitzung, Technisches Rathaus

21.03.2026, 10 Uhr, Kreisgruppenforum in Duisburg

26.03.2026, 18.30 Uhr BUND Offenes Treffen in der VHS

31.03.2026, 16 – 18 Uhr Eröffnung der Saatgutbibliothek in der 
                                       Zentralbibliothek, Langemarkstr. 19-21

Haben Sie Interesse an unserer Arbeit? Gibt es Fragen?  Dann wenden Sie sich bitte an die Sprecherin der Kreisgruppe: Cornelia Schiemanowski, per Email: cornelia_schi@web.de oder per Tel.: 01756024228